Kateryna Skoryna
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Welches KI-Tool, und wann?

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  • #RAG
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„Ich glaube, ich werde unter einem Berg von KI-Tools erdrückt.“ Das hat mir mein Freund vor Kurzem gestanden, und er ist damit nicht allein.

Bei dem endlosen Strom an Updates (Custom GPTs, Projects, Skills, Gems, NotebookLM, Claude Code) fühlt man sich schnell völlig begraben. In meinem AI-Automation-Programm an der WBS CODING SCHOOL habe ich Menschen aus Marketing, Immobilienbranche und Tierpflege genau damit ringen sehen. Das hat mich motiviert, als Brücke zwischen Technik und Mensch einzuspringen.

Die Kurzfassung

Wenn du nicht weißt, welches Tool du wann nehmen sollst, hier ein schneller Überblick über die Tools von OpenAI und Claude (Googles Gemini Gems funktionieren wie Custom GPTs):

  • Custom GPTs / Gemini Gems sind ein Spezialist, den du einmal einrichtest, für eine wiederkehrende Rolle.
  • Projects sind ein Arbeitsbereich, der deine Dateien, deinen Kontext und deine Regeln über viele Chats hinweg behält.
  • Skills / eigene Tools sind Aktionen, die die KI ausführen kann, etwa Code laufen lassen oder eine API aufrufen.

1. Custom GPTs und Gemini Gems: der „höfliche Spezialist“

  • Was es ist: ein vorkonfigurierter Assistent mit festen Vorgaben für eine wiederkehrende Rolle.
  • Gelöstes Problem: Du musst nicht mehr in jedem neuen Chat „Du bist ein Marketing-Experte …“ eintippen.
  • Am besten für: Fragen und Antworten mit einem klaren Zweck und festem Ablauf.
  • Einschränkung: Der Kontext wird in einem neuen Chat zurückgesetzt. Es gibt kein Langzeitgedächtnis über mehrere Gespräche.

Wie ich es nutze

Für die Prüfung von Lebenslauf und Anschreiben, als Englisch-Tutor, als persönliche Ernährungsberatung und für den Aufbau von Prompts.

2. Projects: der „dauerhafte Arbeitsbereich“

  • Was es ist: eine eigene Umgebung, die gemeinsame Dateien, Kontext und Regeln über mehrere Gespräche hinweg hält.
  • Am besten für: laufende Aufgaben, die eine dauerhafte „einzige Wahrheitsquelle“ brauchen.
  • Einschränkung: Es ist an die Oberfläche dieser einen Plattform gebunden und kann von sich aus keine externen Workflows auslösen.

Wie ich es nutze

Ich lade Lebenslauf-Vorlagen und Styleguides als Projektwissen hoch. Das Modell holt sie per RAG nur bei Bedarf, so werden keine Tokens verschwendet.

Gut zu wissen

RAG steht für Retrieval-Augmented Generation. Statt jedes Mal alle deine Dateien zu lesen, sucht das Modell zuerst die Stellen heraus, die für deine Frage wichtig sind, und antwortet auf dieser Grundlage.

3. Skills und eigene Tools: die „spezialisierte Fähigkeit“

  • Was es ist: eine modulare Funktion mit einem einzigen Zweck, die etwas ausführt, zum Beispiel Code laufen lassen oder eine API aufrufen.
  • Der Unterschied: Ein Project hält Wissen; ein Skill führt eine Aktion aus. Einen Skill rufst du im Chat deines Projects auf.

Wie ich es nutze

Ich verbinde eigene Tools über MCP (Model Context Protocol), um die KI direkt mit GitHub, Jira oder lokalen Entwicklungswerkzeugen zu verknüpfen.

Gut zu wissen

MCP ist ein offener Standard, um KI-Anwendungen mit Tools und Daten zu verbinden. Sobald ein Tool MCP spricht, können verschiedene KI-Apps es nutzen, ohne dass jede eine eigene Anbindung braucht.

Welches wann

  • Immer wieder dieselbe Rolle? Ein Custom GPT oder Gem.
  • Laufende Arbeit, bei der deine Dateien und Regeln erhalten bleiben sollen? Ein Project.
  • Die KI soll etwas tun, nicht nur antworten? Ein Skill oder eigenes Tool.

Es gibt jede Menge Tools, deshalb kommt es darauf an zu verstehen, welches dein Problem am besten löst.

Hast du einen Gedanken dazu? Schreib mir!

Liebe Grüße, Katja